Die Sozialistin Ségolène Royal kam danach auf 46,8 bis 47 Prozent der Stimmen. Sarkozy übernimmt das Amt am 16. Mai feierlich von Präsident Jacques Chirac. Das teilte Sarkozys Berater François Fillon mit.
Chirac beglückwünschte seinen Nachfolger zu seinem Wahlerfolg. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Sarkozy. Unter ihm werde «die bewährte deutsch-französische Freundschaft auch weiterhin die Grundlage sein, um Frieden, Demokratie und Wohlstand in Europa dauerhaft zu sichern», erklärte Merkel am Abend in Berlin.
In seiner ersten Rede nach seinem Wahlerfolg dankte Sarkozy seinen Anhängern und sprach von einem «unsagbaren Stolz», Franzose zu sein. Er wolle der Präsident aller Franzosen sein. «Das französische Volk hat entschieden, mit Ideen und Gewohnheiten der Vergangenheit zu brechen», und er werde diesen gewollten Wandel umzusetzen versuchen.
Royal gestand ihre Niederlage ein und wünschte Sarkozy, seine «Mission im Dienst aller Franzosen» zu erfüllen. «Bleibt mobilisiert, ich mache mit Euch weiter», rief sie den Anhängern zu. Sie werde weiter für die «Erneuerung der Demokratie» und der Linken kämpfen.
Mit Jubelrufen und «Wir haben gewonnen» hatten Anhänger Sarkozys schon am frühen Abend nach noch unbestätigten Informationen den Sieg gefeiert. Hunderte in Paris versammelte Mitglieder und Sympathisanten von Sarkozys Regierungspartei UMP hatten - im Ausland veröffentlichte - Prognosen zur Stichwahl zwischen dem früheren Innenminister und der Sozialistin Royal verfolgt. Dagegen machten Royals Anhänger am Sitz der Sozialistischen Partei in Paris lange Gesichter. In Frankreich durften Umfragen und Hochrechnungen erst mit Schließung der letzten Wahllokale um 20.00 Uhr veröffentlicht werden.
Schon vor einem «großen Volksfest» auf dem Pariser Concorde-Platz scharte der künftige Präsident viel Prominenz um sich. Im Hauptquartier der Regierungspartei UMP kamen der Altrocker Johnny Hallyday, der Schauspieler Jean Reno, der Radprofi Richard Virenque, Konzernchef Arnauld Lagardère und der Philosoph André Glucksmann zusammen.
Die Wahlbeteiligung bei dieser klassischen Konfrontation zwischen einem Rechten und einer Linken um das Präsidentenamt war hoch, aber kein Rekord in der fast 50-jährigen Geschichte der Fünften Republik. Die Meinungsforschungsinstitute gingen von einer Wählermobilisierung zwischen 84 und 85,5 Prozent aus.
Der Ausgang hing wesentlich von der Stimmübertragung der Wähler des Zentrumspolitikers François Bayrou und des Rechtsradikalen Jean- Marie Le Pen ab, die im ersten Durchgang am 22. April mit 18,6 und 10,4 Prozent ausgeschieden waren. Sarkozy hatte seit Monaten in Umfragen vor der Sozialistin gelegen, die noch vergebens versucht hatte, genügend Wähler Bayrous auf ihre Seite zu ziehen. Ihre Umfragen verschlechterten sich in den vergangenen Tagen, nachdem es Royal im TV-Duell nicht gelungen war, ihren Gegner aus der Reserve zu locken.
Nach ihrer Wahlniederlage muss Royal mit harter Kritik aus der Sozialistischen Partei rechnen, von deren Programm und Führung sie sich im Wahlkampf weitgehend freigemacht hatte. Schon vor der Stichwahl machten sich die Wortführer der Parteilinken für eine Neugründung einer Linkspartei unter Einschluss der Trotzkisten stark. Der sozialdemokratische Flügel hofft dagegen eher auf ein Bündnis mit Bayrou. Der Zentrumspolitiker will nach dem Wechsel vieler seiner Abgeordneten in Sarkozys Lager am Donnerstag eine unabhängige Partei der Mitte unter dem Arbeitstitel «Demokratische Bewegung» gründen.
Frankreichs Präsident wird für fünf Jahre gewählt. Nach der Amtsübergabe wird Sarkozy rasch die Bildung einer neuen Regierung in die Wege leiten. Im Juni wählen die Franzosen dann das Parlament neu.
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